Nettops – gute Idee, die Nächste bitte.

Wer wollte nicht schon immer einen kleinen, kompakten Computer, welcher dazu auch nicht viel kostet. Nettops bieten diese Optionen. Jedoch mit einigen kleinen Schönheitsfehlern.

Der Hype um den EEE-PC 700 und dessen Nachfolger dauert an. Ab 249€ bekommt man diesen sehr portablen Rechner, welchen man als Nettop bezeichnet. Auch die Konkurrenz schläft nicht und versucht mit immer neueren und besseren Modellen Teile des großen Nettop-Kuchens abzubekommen.

Rechner wie der EEE-PC 700 zeigen, dass der Bedarf an portablen Geräten groß ist. Und durch den Einsatz von Linux-Derivaten werden sehr benutzerfreundliche Rechner geboten. Office, Internet, mal ein Spielchen oder Film zwischendurch. Was braucht man mehr?

Mehr? Man braucht Windows XP, mehr Speicher, größeres Display und so weiter. Und schon werden die kleinen Rechner zu Windows-„Boliden“ umgebaut. Der Haken an der Sache ist aber jener, dass Nettops meist mit Intels Atom-Prozessor laufen, welcher ein eher schwachbrüstiger Prozessor ist. Somit stoßen Nutzer schnell an die Grenzen solcher Systeme. Schon allein das moderne Internet mit Flash-Anwendungen und Ähnlichem, verlangt viel von heutigen Internet-Rechnern ab. Es bleibt also wenig Luft für Office und Internet. Durch den Ausbau der Atom-Systeme wird neben mehr Speicherplatz, welcher für einen vollwertigen Windows-Rechner nun mal nötig ist, auch der Preis angehoben. So sind der EEE-PC 901 oder der MSI Wind ab rund 400 Euro zu haben. Ist das noch die Idee des Nettops?

Von der technischen Seite her betrachtet ergeben sich auch noch weitere Defizite. Da ist zum einen der Chipsatz der Atom-Plattformen. Dieser ist ein relativ alter und langsamer 945 von Intel. Das wäre nicht schlimm, wenn dieser nicht ein vielfaches an elektrischer Leistung gegenüber der Atom-CPU aufnehmen würde. Auf der anderen Seite haben die meisten Nettops sehr schwache Akkus. So erreiche viele Geräte gerade einmal 2,5-3 Stunden. Somit sind sie zwar portabel, aber für das unterwegs Arbeiten schlecht geeignet.

Man muss sich also die Frage stellen, ob man mit einem günstigen Notebook nicht doch besser „fährt“. Notebooks sind in den letzten Jahren ständig im Preis gefallen und man bekommt Geräte mit besserer Ausstattung und Leistung bei gleicher Akkulaufzeit und ähnlichen Preisen. So gibt es Geräte, welche ab 329€ zu haben sind. Ab 400 Euro winken dann schon ein Dualcore Prozessor, mehr Speicher und bessere Grafikadapter.

Für mich stellt sich nun einfach die Frage: sind Nettops sinnvoll oder nur ein Marketing-Gag? Und tragen diese Geräte wirklich dazu bei, den digital divide zu mildern?

Das nächste Mal wird es wohl wieder medienbildungsrelevanter. Dann beschäftige ich mich mit der Games Convention, auf welcher ich dieses Jahr ein paar Tage stehen werde oder vielleicht auch mit etwas Theoretischem wie Spiegeln in Filmen.

 

Bleiben Sie stark.

 

PS: ich werde in den nächsten Tagen ein DS-Experiment versuchen und mit dem DS ins Netz gehen. Nachdem er nun Organizer, Spielekonsole, MP3-, Bilder und Movieplayer ist, möchte ich mal schauen wie er sich so im Internet schlägt. Nicht das ich glaube dass es schnell sein wird. Vielmehr möchte ich sehen was man mit einem 150€-Gerät so alles machen kann. (Um mal zu polemisieren hier eine Diskussionsfrage: „Der DS: der echte Nettop?“)

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