Kleines Resumee zum Tutorium

Da nun die Informatikklausuren geschrieben sind und ich an sich gespannt bin, was denn mein Tutorium gebracht hat, werde ich versuchen zu klären was denn in meinen Augen geklappt hat und wo ich beim nächsten Mal ein wenig nachjustieren sollte.

Das hat geklappt:

  • Gruppenarbeit scheint gut anzukommen: Das Präsentieren von Zusammenhängen an der Tafel für andere versetzt die Studierenden in die Rolle des Lehrenden. Somit sind sie nicht nur bloße Rezipienten und können ihr Wissen für andere aufbereiten.
  • Algorithmen auf dem Papier per Struktogramm aufzeichnen und umformen: Klappte nach einer kleinen Erklärung auch sehr gut. Als Motivation bekam jeder, der die Aufgabe löste einen Keks. Zu meiner Überraschung konnten fast alle die Aufgaben lösen.
  • Freiwillige Tests: Als Tutor einer freiwilligen Veranstaltung kann man natürlich nicht mit Sanktionen agieren. Von daher muss man Teilnehmer quasi überreden, dass es gut für sie ist den Test zu schreiben, da sie so zum einen ein Gefühl für die Klausuren bekommen und anderen wissen wo sie stehen und noch lernen sollten. Erstaunlich war dort für mich, dass die Teilnehmeranzahl bei den Tests mit dem Schwierigkeitsgrad stieg. Das liegt sicherlich auch daran, dass die Teilnehmer mehr und mehr die Zusammenhänge im Stoff verstanden.

Das hat nicht so geklappt:

  • Ruhe in der Gruppe bewahren: Manchmal gab es Situationen, in welchen die Gruppe ein wenig unruhig wurde. Dem entgegnete ich, indem ich freundlich darauf hinwies, dass es ein wenig laut ist oder ich fuhr einfach im Stoff fort. Meist zischten die stark Interessierten um somit etwas zu verstehen. Generell sollte man darauf achten, dass man jede Frage möglichst zeitnah beantwortet und nicht erst eine Minute überlegt oder Dialoge mit Einzelnen führt.
  • Fragen an die Gruppe: Natürlich durften ein paar Fragen an das Auditorium nicht fehlen. Doof war nur, dass sich keiner aus freien Stücken zur Beantwortung melden wollte. Und wenn dann nur, wenn der- oder diejenige die richtige Stelle im Hefter fand und diese vorlaß. Das ist natürlich nicht im Sinne des Lernens. Ich denke hier sollte ich medial und didaktisch noch ein bisschen mehr integrieren. Zum Beispiel Fragen mit Spielecharakter stellen (Ein Informatik-Memory o.ä.).

Soviel zu guten und nicht so guten Dingen. Das Feedback war bis jetzt sehr positiv und es hört sich an, als hätte ich bei einigen ein Lämpchen leuchten lassen. Vom Bauchgefühl her fühle ich, dass so ziemlich alle ein Grundverständnis für das Fach erlangt haben. Weiter konnten viele ihre Angst vor der Klausur dadurch abbauen bzw. lindern. Die Tests waren, wie sich herausstellen sollte, sehr nah an der Klausur und kamen teilweise auch 1 zu 1 vor. Von daher sollte der Notendurchschnitt im Vergleich zu einem Übungstest im letzten Jahr, welcher zwischen 5.3 bis 5.6 lag, deutlich positiver ausfallen. Doch das werden erst die Klausurergebnisse zeigen, auf welche ich sehr gespannt bin.

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