Beeping. Wie die dritte Welt kommuniziert.

Viele kennen ja sicher das klassische Telefonat, die Mailbox, die SMS, die MMS oder VoIP. Die modernen Formen der Telekommunikation sind kaum wegzudenken aus den industrialisierten und aufstrebenden Staaten. Doch wie sieht es denn mit der dritten Welt aus?

Die Dritte Welt. Darunter versteht man vor allem viele Länder des Kontinents Afrika. Doch auch dort hält mobile Telekommunikation einzug. Derzeit gibt es dort den größten prozentualen Zuwachs an neuen Mobiltelefonen. Das bedeutet vor allem, dass die Menschen dort den Vorteil haben, dass sie fast unabhängig von der Infrastruktur (man braucht also keine Hausanschlüsse oder Ähnliches) an der neuen Technik teilhaben können. Somit ist für die strukturschwachen Länder die Technik wirklich ein Segen.

Doch viele Menschen, die in afrikanischen Ländern leben, sind arm. So ist vielleicht ein Mobiltelefon als einmalige Investition denkbar, doch die Kosten für die Dienste würden wohl das Budget vieler sprengen. Deswegen entwickeln sich in diesen Ländern neue Trends der mobilen Telekommunikation. Einer davon ist das so genannte „Beeping“. Hierzulande auch als anklingeln bekannt.

Doch die Afrikaner gehen einen Schritt weiter: anstatt nur anzuklingeln und sich zurückrufen zu lassen, nutzen sie das Anklingeln für das eigentliche „Gespräch“. Somit hat sich dort das anklingeln zu einer eigenständigen und kostengünstigen Form der Kommunikation entwickelt. Auch Netzbetreiber haben dadurch eine neue Marktlücke entdeckt. So bieten einige Anbieter an, dass der Klingelcode in eine SMS umgewandelt wird, welche dann für rund 1/10 des Preises einer SMS-Preises an den Empfänger gesendet wird.

Zusammenfassend ist also zu sagen, dass dieses Konzept von Telekommunikation, welches ein bisschen an digitale Rauchzeichen erinnert, durchaus als Einstieg Afrikas in das digitale Zeitalter zu bezeichnen sein könnte.

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